Praxis Heinis

Polyamorie & offene Beziehungen

Für alle Beziehungsmodelle

Polyamorie, offene Beziehungen und ethische Nicht-Monogamie – ohne Rechtfertigungsdruck

Wer polyamor lebt oder eine offene Beziehung führt, hat womöglich bei der Therapeutensuche eine Sorge mehr als andere: Wird mein Beziehungsmodell hier als das eigentliche Problem behandelt, vielleicht sogar abgelehnt und belächelt? Viele haben genau das erlebt. Eine Krise wegen zu wenig Schlaf und zu vielen Terminen, und die Fachperson fragt, ob die Polyamorie nicht vielleicht Bindungsangst sei.

In meiner Praxis passiert das nicht. Ich arbeite mit Menschen in allen einvernehmlichen Beziehungsformen, ob monogam, polyamor oder offen. Ob ein Modell passt, ist viel wichtiger, als über das Modell prinzipiell zu diskutieren. Die Frage ist immer nur: Funktioniert es für die Beteiligten, und wo hakt es gerade, was sind die zugrunde liegenden Probleme? Meist sind es nämlich sehr ähnliche, unabhängig vom Beziehungsmodell.

Einige Begriffe kompakt erklärt im Glossar: Metamour, Compersion und ethische Nicht-Monogamie.

Womit Menschen zu mir kommen

Ihr Beziehungsmodell steht hier nicht vor Gericht

Wer polyamor oder offen lebt, hat oft gelernt, sich zu erklären und zu verteidigen. Bei mir müssen Sie das nicht. Wir schauen gemeinsam, was in Ihren Beziehungen gerade schwierig ist, und arbeiten daran – mit dem Wissen, dass die eigentlichen Themen meist dieselben sind wie in jeder Beziehung, nur sichtbarer.

Sinnvoll wird Begleitung dann, wenn ein Thema sich festfährt: wenn Eifersucht stärker wird als jede Vereinbarung, wenn Absprachen immer wieder brechen, wenn eine Öffnung ansteht und beide unterschiedlich weit sind, oder wenn zwischen Terminen, Metamours und Alltag die Kraft ausgeht. Dann geben wir dem Ganzen Struktur und ein Tempo, das alle mitgehen können.

Ob Sie am Ende etwas verändern, öffnen, schliessen oder so weitermachen wie bisher, entscheiden Sie.

Das Modell ist nicht das Problem

Nicht-monogame Beziehungen scheitern an denselben Dingen wie monogame: an unausgesprochenen Erwartungen, an verletzten Absprachen, an ungleichem Einsatz, an Kommunikation, die im Alltag verflacht, und an Sexualität, die schwierig werden kann. Sie haben nur mehr bewegliche Teile, und damit mehr Stellen, an denen es knirschen kann.

Genau deshalb lohnt sich therapeutische Begleitung, die das Modell kennt. Wer Eifersucht in einer offenen Beziehung automatisch als Beweis liest, dass „das eben doch nicht funktioniert“, kann nicht helfen. Wer sie als das behandelt, was sie ist, ein Gefühl mit einer Botschaft, kann es. Genauso wichtig ist, dass die Mechaniken, Paradigmenwechsel und Besonderheiten nicht-monogamer Beziehungen bekannt und verinnerlicht sind.

Weitere Unterstützung durch Coaching - mit Relatingwise

Sollten Sie das Bedürfnis haben, sich eher durch ein Coaching unterstützen zu lassen, so biete ich dies separat zu meiner hier aufgezeigten Tätigkeit als Heilpraktikerin für Psychotherapie an. Mit meinem Coaching kann ich Sie ebenso in vielen weiteren Themen unterstützen. Besuchen Sie dazu meine Website relatingwise.
Coaching ist im Gegensatz zur Therapie nicht auf psychischen Störungen oder Problemen basierend sondern auf Weiterentwicklung und Dazulernen. Das bedeutet nicht, dass es weniger effektiv ist, nur dass der Schwerpunkt anders gesetzt wird. Gemeinsam formulieren wir ihre gewünschte Zielrichtung und schauen auf alle Gebiete, die wichtig sind, sie dahingehend zu bestärken und weiter voranzubringen. Lassen Sie uns besprechen, was für Sie das Stimmigste ist.

Häufige Fragen

Dafür gibt es keine wissenschaftliche Grundlage. Bindungsmuster gibt es in allen Beziehungsformen, sichere wie unsichere. Entscheidend ist nicht das Modell, sondern wie Menschen darin miteinander umgehen. In nicht-monogamen Beziehungen werden solche Muster eher sichtbar, aber nicht erzeugt.

So gut oder schlecht wie geschlossene. Sie funktionieren, wenn die Beteiligten ehrlich verhandeln, Absprachen halten und nachjustieren, wenn sich etwas ändert. Sie scheitern an denselben Dingen wie monogame Beziehungen, nur sichtbarer, weil diese Themen schneller an die Oberfläche kommen und der Schein von Sicherheit schneller verfliegt.

Gerade dann. Dieses Ungleichgewicht ist eine der häufigsten und heikelsten Ausgangslagen. Ziel ist kein fauler Kompromiss, sondern Klarheit: was hinter dem Wunsch steht, was hinter der Ablehnung, und ob es einen Weg gibt, den beide wollen.

Ja. Viele Themen, etwa Eifersucht, Scham oder die Frage nach dem eigenen Beziehungsmodell, lassen sich gut in Einzelsitzungen bearbeiten.

Einzelpersonen und Paare, auch in grösseren Konstellationen, etwa zu dritt, unabhängig von Orientierung und Geschlecht, auf Deutsch oder Englisch, in München oder online. Sie müssen hier nichts rechtfertigen: nicht Ihre Polyamorie und übrigens auch nicht Ihre Monogamie.

Der erste Schritt ist meist ein Kennenlerntermin. Da klären wir, worum es geht, ob es zwischen uns passt und in welchem Tempo Sie arbeiten möchten. Wer kommt und wer dabei ist, entscheiden Sie: mal die ganze Konstellation, mal nur zwei, mal eine Person allein. Was besprochen wird, unterliegt der Schweigepflicht.

Ich arbeite als Sexual- und Beziehungstherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie, mit einer Haltung, die Sie auf dieser Website überall wiederfinden: direkt, schamfrei, ohne Bewertung und mit viel Neugier.

Eine Beziehung öffnen: wie ein guter Prozess aussieht

Die häufigsten Stolpersteine sind Tempo und Kommunikation. Eine Öffnung, die als Ultimatum beginnt oder als Rettungsversuch einer bereits brüchigen Beziehung, trägt selten. Ein guter Prozess klärt zuerst das Fundament: Warum wollen wir das, jeder für sich? Was befürchten wir? Welche Form passt zu uns, von gelegentlichen Begegnungen bis zu vollwertigen weiteren Beziehungen? Und wo unsere Vorstellungen auseinandergehen – wie klar ist das dem anderen eigentlich?

In der Paartherapie bekommt dieser Prozess Struktur und ein Tempo, das beide mitgehen können. Auch das Ergebnis „wir lassen es“ ist ein Erfolg, wenn es ehrlich erarbeitet ist statt aus Angst erzwungen. Und alle auch unbequemen Themen dürfen mit auf den Tisch.