Eifersucht ist ein Gefühl mit einer Botschaft — kein Beweis, dass ein Beziehungsmodell „eben doch nicht funktioniert“. Sie zeigt meist an, wo Sicherheit fehlt oder eigene Muster berührt werden: Angst vor Verlust, Angst, nicht zu genügen, alte Verletzungen. Das gilt in monogamen Beziehungen genauso, nur wird Eifersucht in offenen Konstellationen schneller und öfter ausgelöst.
Der hilfreiche Umgang ist in beiden Welten derselbe: das Gefühl ernst nehmen, seine Botschaft entschlüsseln, und dann klären, was Sicherheit geben würde — statt es wegzuvereinbaren oder dem Partner als Vorwurf zu übergeben. Wird Eifersucht stärker als jede Absprache, ist das ein guter Anlass für therapeutische Begleitung.
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