Praxis Heinis

Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT)

Raus aus dem immer gleichen Streit, hin zu echter Verbindung

EFT: Paartherapie, die am Muster ansetzt statt am Schuldigen

Die meisten Paare, die zu mir kommen, streiten nicht über hundert Dinge. Sie führen denselben Streit in hundert Kostümen. Einer fordert, der andere zieht sich zurück. Je lauter der eine wird, desto stiller der andere, und beide fühlen sich am Ende allein. Dieses Muster hat einen Namen, und man kann daran arbeiten.

Die Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT) nach Dr. Sue Johnson gehört zu den am besten untersuchten Paartherapie-Verfahren. Ihr Ausgangspunkt: Hinter den immer gleichen Vorwürfen stecken meist keine unvereinbaren Charaktere, sondern Bindungsfragen. Bin ich dir wichtig? Kann ich mich auf dich verlassen? Kommst du, wenn ich dich brauche? Solange diese Fragen offen sind, streitet das Paar über Geschirr, Handys und Schwiegereltern. In der EFT arbeiten wir an den Fragen darunter.

Womit Paare zu mir kommen

Wie EFT arbeitet

In der EFT suchen wir nicht den Schuldigen, sondern das Muster. Erst machen wir den Kreislauf sichtbar, in dem Sie beide feststecken – wer reagiert worauf, und was fühlt jeder dabei wirklich, unter der Wut, unter dem Rückzug. Dann verändern wir die Gespräche selbst: weg vom Vorwurf, hin zu dem, was darunter liegt und bisher nicht gesagt wurde. Das sind oft die Momente, in denen Paare sich zum ersten Mal seit Jahren wieder wirklich hören.

Der dritte Schritt festigt das Neue im Alltag, damit die Verbindung auch dann hält, wenn der nächste Konflikt kommt. Konflikte verschwinden nicht – aber sie verlieren ihre Sprengkraft, wenn beide wissen, dass die Bindung trägt.

Für wen EFT passt – und für wen eher nicht

EFT passt für Paare, die sich noch etwas bedeuten und trotzdem nicht mehr zueinander finden. Auch und gerade dann, wenn schon viel kaputtgegangen ist. Sie passt für alle Konstellationen, mit denen ich arbeite: verheiratet oder nicht, hetero oder queer, monogam oder nicht-monogam – Bindungsfragen stellen sich in jedem Beziehungsmodell.

Ehrlicherweise: Es gibt Situationen, in denen ich anders oder erst später mit EFT arbeite. Wenn eine Affäre noch aktiv verheimlicht wird oder laufende Gewalt im Raum steht, braucht es zuerst andere Schritte. Das klären wir im Kennenlerntermin offen – auch das gehört zur Sorgfalt.

Weitere Unterstützung durch Coaching - mit Relatingwise

Sollten Sie das Bedürfnis haben, sich eher durch ein Coaching unterstützen zu lassen, so biete ich dies separat zu meiner hier aufgezeigten Tätigkeit als Heilpraktikerin für Psychotherapie an. Mit meinem Coaching kann ich Sie ebenso in vielen weiteren Themen unterstützen. Besuchen Sie dazu meine Website relatingwise.
Coaching ist im Gegensatz zur Therapie nicht auf psychischen Störungen oder Problemen basierend sondern auf Weiterentwicklung und Dazulernen. Das bedeutet nicht, dass es weniger effektiv ist, nur dass der Schwerpunkt anders gesetzt wird. Gemeinsam formulieren wir ihre gewünschte Zielrichtung und schauen auf alle Gebiete, die wichtig sind, sie dahingehend zu bestärken und weiter voranzubringen. Lassen Sie uns besprechen, was für Sie das Stimmigste ist.

Häufige Fragen

Viele Ansätze arbeiten an Kommunikationstechniken: fairer streiten, besser zuhören. Das ist nützlich, greift aber oft zu kurz, weil die Technik im echten Konflikt verpufft. EFT setzt eine Ebene tiefer an, bei den Emotionen und Bindungsbedürfnissen, die den Streit antreiben. Wenn sich dort etwas bewegt, verändern sich die Gespräche von selbst.

Das hängt von Ausgangslage und Rhythmus ab; EFT ist als fokussiertes Verfahren angelegt, keine jahrelange Begleitung. Nach den ersten Sitzungen kann ich Ihnen eine ehrliche Einschätzung geben. Ein Versprechen auf ein bestimmtes Ergebnis in einer bestimmten Zeit werden Sie bei mir nicht hören – das wäre unseriös.

Ja. Stille Distanz ist dasselbe Muster in leiser Form: Beide haben aufgehört, sich zu zeigen, weil die Antwort zu oft ausblieb. EFT macht auch diesen Kreislauf sichtbar und öffnet ihn wieder. Entfremdung ist einer der häufigsten Anlässe in meiner Praxis.

Vertrauensbrüche sind einer der Kernbereiche der EFT – und einer meiner Praxis-Schwerpunkte. Damit Vertrauen wieder wachsen kann, braucht es mehr als Entschuldigungen: einen Prozess, in dem die Verletzung wirklich verstanden und beantwortet wird. Genau dafür bietet EFT einen erprobten Rahmen. Ob am Ende Zusammenbleiben oder Trennung steht, entscheiden Sie.

Der erste Schritt ist ein kostenloser Kennenlerntermin. Da klären wir, worum es geht und ob es zwischen uns passt. Sitzungen finden in meiner Praxis in München oder online statt, auf Deutsch oder Englisch, als Paar oder – etwa zum Einstieg – auch einzeln. Ich arbeite als Sexual- und Beziehungstherapeutin, EFT-Therapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Was besprochen wird, unterliegt der Schweigepflicht.

Woran Paare merken, dass es Zeit ist

Die meisten Paare kommen nicht nach dem ersten Streit, sondern Jahre später. Wenn dieselben Gespräche immer gleich enden. Wenn einer schon aufgehört hat zu erzählen, was ihn beschäftigt. Wenn Nähe sich anfühlt wie ein Punkt auf der Liste. Das sind keine Beweise, dass die Beziehung am Ende ist – aber gute Gründe, sich Unterstützung zu holen, solange noch etwas da ist, womit sich arbeiten lässt.

Je früher ein Paar kommt, desto mehr gibt es zu erhalten. Und auch nach langen, harten Jahren ist EFT nicht chancenlos – gerade weil sie an der Bindung arbeitet und nicht an der Schuldfrage.

Manchmal zeigt sich in den ersten Gesprächen auch: Es braucht gar keine lange Therapie. Auch das sage ich Ihnen ehrlich.