Praxis Heinis
Entscheidungskonflikte
Wenn Kopf und Bauch sich widersprechen
Therapie bei Entscheidungskonflikten: wenn jede Möglichkeit etwas kostet und keine sich richtig anfühlt
Manche Entscheidungen im Leben lassen sich nicht einfach nebenbei treffen. Dabei ist Entscheiden an sich nichts Schweres. Abwägen, Möglichkeiten sortieren, sich festlegen: Das machen wir jeden Tag. Bei manchen Fragen aber kommen wir nicht weiter, weil wir das Gefühl haben, irgendwo festzustecken. Es fühlt sich dann an, als gäbe es nur zwei Möglichkeiten, und in Wahrheit ist die Sache viel komplexer.
Wie es schon andere vor mir gesagt haben: Keine Entscheidung zu treffen ist meistens die schlechteste Entscheidung von allen.
Die meisten Fragen und Entscheidungen lösen wir leicht. Bei anderen haben wir das Gefühl, es ist schon alles durchgerechnet: Pro und Contra, Gespräche mit Freunden, noch einmal alles durchdiskutiert. Und wir stecken trotzdem fest. Oft liegt das gar nicht an zu wenig Nachdenken, sondern am zu viel, oder an den falschen Fragen.
Ich arbeite mit Menschen, die zwischen Möglichkeiten feststecken und Unterstützung brauchen, ihre Richtung zu finden. In der Partnerschaft, in der Familie, im Beruf und in allem dazwischen.
Womit Menschen zu mir kommen
- Beziehung: bleiben oder gehen, kämpfen oder beenden.
- Affäre: erzählen oder für sich behalten.
- Beziehungsöffnung: ja oder nein, wann oder wie.
- Kinderwunsch: mit wem, wann, noch eins oder keins mehr.
- Familie: Pflege, Erbe, Kontakt. Übernehmen oder loslassen.
- Beruf: kündigen, verändern oder bleiben.
- Selbständigkeit: wagen oder die Idee begraben.
- Lebenszukunft: Umzug, Hauskauf oder neue Ausrichtung.
- Coming-out: jetzt, später oder gar nicht.
- Innere Entscheidungen: welche gefallen sind, wahrhaben oder weiter aufschieben.
Warum die Pro-und-Contra-Liste allein nicht weiterhilft
Für viele sind Listen ein hilfreiches Mittel: Argumente sammeln, gegeneinander abwägen. Nur sind die Argumente bei einem Entscheidungskonflikt selten das Problem. Unter dem Rationalen liegen meist tiefergehende Themen, Muster oder Konflikte, die sich wie ein unlösbares Problem anfühlen.
Dann schauen wir, welche Anteile von Ihnen sich melden, wenn es um die Entscheidung geht. Wer sagt was? Jeder davon hat seine Berechtigung: Vielleicht gibt es eine Seite, die Sicherheit will, und eine, die Abenteuer will. Das löst sich nicht mit Spalten und Listen, sondern indem Sie sich diesen Anteilen und Ihren eigenen Themen zuwenden und herausfinden, was jeder davon will und welche Aspekte dahinterstehen. Oft zeigt sich dabei, dass es viel mehr Gemeinsamkeiten gibt als nur Ja oder Nein.
Wie ich damit arbeite
Zuerst schauen wir, worum es wirklich geht: welche Faktoren mitspielen, was auf dem Spiel steht, und ob die Frage die ist, an der es hängt. Geht es um das nächste Auto in einer bestimmten Farbe, oder um Wahlfreiheit, um einen Wert, der verletzt wird? „Soll ich kündigen“ heißt manchmal „Darf ich wollen, was ich will“.
Dann vergrößern wir den Raum. Die meisten Menschen stecken mit genau zwei Optionen fest, dabei gibt es fast immer mehr. Solange es nur zwei sind, ist jede Entscheidung hopp oder topp. Damit tut sich unsere Psyche schwer.
Wir schauen uns an, welche Anteile in Ihnen hochkommen, wenn Sie über die Entscheidung nachdenken, was jeder davon ausdrücken will, und wie der Körper mitspricht. So lässt sich prüfen, wie sich die verschiedenen Möglichkeiten anfühlen.
Ich entscheide nicht für Sie, und ich nehme Ihnen die Entscheidung nicht ab. Was ich mitbringe, ist ein Rahmen, in dem Ihre eigene Antwort sichtbar werden kann, und jemanden, der den Weg mitgeht.
Allein oder zu zweit, privat oder beruflich
Häufige Fragen
Nein, das kann ich nicht. Es ist Ihr Leben, und das kennen Sie besser als ich. Was ich kann: die Frage mit Ihnen klären, sichtbar machen, was in Ihnen dafür und dagegen spricht, auch die Ängste, und einen Rahmen geben, in dem Sie Ihre Entscheidung selbst treffen und danach mit ihr leben können.
Nein. Sie stehen im Konflikt mit dem, was zu entscheiden ist, oder mit den Folgen, die daran hängen. Genau daran arbeiten wir.
Ja. Kündigung, Selbständigkeit, ein Wechsel ins Ausland: Berufliche Entscheidungskonflikte gehören genauso in diese Arbeit wie private.
Ja, natürlich. Ob es sinnvoll ist, Ihre Partnerperson einzubeziehen, klären wir gemeinsam. Manche Entscheidungen trifft man allein, da gehört die Partnerperson zunächst nicht mit hinein. Das zeigt sich, sobald wir miteinander sprechen.
Das kommt vor, und es ist kein Scheitern. Oft ist der eigentliche Schritt, eine Frage offen lassen zu können, ohne dass sie einen auffrisst.
Das kann ich vorher nicht seriös einschätzen. Ein Entscheidungskonflikt kann klein oder groß sein. Manchmal reichen ein oder zwei Sitzungen, manchmal werden es mehr.
Therapie. Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie und arbeite mit Emotionsfokussierter Therapie und Schematherapie. Wenn Ihr Anliegen eher ins Coaching gehört, besprechen wir das gern zusammen.
Die Sätze stehen auf der Honorar-Seite. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht. Private Versicherungen erstatten teilweise, je nach Tarif. Fragen Sie am besten vorher nach. Der erste Kennenlerntermin ist kostenlos.
Wann der richtige Zeitpunkt ist
Das ist eine ganz individuelle Frage. Meist weiß man aber: Am besten entscheidet man, wenn man nicht zu sehr unter Druck steht. Mit der Pistole auf der Brust fällt zwar eine Entscheidung. Nur werden die Räume dafür immer kleiner.
Gut ist, zu entscheiden, bevor es jemand anderes für Sie tut, oder bevor Sie es aus Erschöpfung gar nicht mehr können. Manches ist zeitkritisch, darauf lohnt sich ein genauer Blick. Sehr häufig aber hat man mehr Zeit, als man denkt.
Und manchmal beginnt es kleiner: erst einmal anfangen, bestimmte Themen anzusprechen, und mit allen Beteiligten klären, wie sich das gut vorbereiten lässt, bevor Sie etwas tun, was Sie später bereuen.
